Du sollst wiederum Weinberge pflanzen
an den Bergen Samarias ...
(Jeremiah 31:4)
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Tishrei 5767 / October 2006
Versammlung Zeit Samariens – „Strategie des Wachstums"
Nadav Shragai- Ha'aretz

Siedler suchen einen Weg, sich mit Israelis zu verbinden
„Provinz“ jenseits der Mauer: Organische Landwirtschaft, Weinkellereien und Körper – Seele – Workshops.
„Wir leben auf geliehener Zeit. Wenn wir der Öffentlichkeit nicht etwas anderes schaffen, etwas Dynamisches, Wichtiges und Aktuelles, wenn wir nicht in anderer, israelischer, Sprache sprechen, welche die Öffentlichkeit mit uns verbindet, vergrößert sich die Gefahr, daß wir zu etwas Irrelevantem werden“, so warnte gestern der Vorsitzende des Yesha – Rates, gleichzeitig Vorsitzender des Regionalrates für Samarien, Benzi Liebermann, am Studientag „Zeit Samariens – Strategie des Wachstums“ des Regionalrates Samarien. Die Veranstaltung beschäftigte sich unter anderem mit dem Weg, auf dem sich die Siedler bei der israelischen öffentlichen Meinung „vermarkten“ müssen.
Liebermann zeigte auf das College von Judäa und Samarien in Ariel, in welchem die Konferenz stattfand, als ein Beispiel für erfolgreiche Vermarktung, welche „Grenzen, Übergangsposten und grüne Linie verschwimmen läßt“. „Wir haben hier ein Produkt, das die israelische Öffentlichkeit nicht nach politischer Ansicht beurteilt, sondern nach der herausragenden Qualität, die es hat. Das ist das größte College des Staates Israel. Auch das Industriegebiet Barkan, auf dem es 120 Werkstätten und 5000 Arbeiter gibt, unter ihnen 2000 Palästinenser, ist ein Grenzen und Meinungen überschreitendes Gebiet, stärker als alle kleinen Ängste zusammen. Dies sind zwei Beispiele für zwei Arten von normalem israelischen Nutzen, die eine breite Öffentlichkeit hierher verbindet. Ich suche die Hunderttausenden von Menschen, die hierher kommen, weil es sich vom Nutzen her für sie lohnt, hierherzukommen, weil es hier interessant ist, und es gut für sie ist, hier zu besuchen und zu konsumieren. Wenn wir nicht wissen, solche Märkte zu schaffen, sowohl in der Sprache, und auch im Inhalt, als auch im Charakter und im finanziellen Verständnis, wenn wir nicht in einer Sprache sprechen, welche die Israelis verstehen, werden wir nicht da sein. Verlangt wird ein Denken, welches israelische Relevanz schafft, eine Art Denken, das die Blase verschwimmen läßt“, sagte Liebermann.

Dr. Ronit Davidowitz – Merton von den führenden Köpfen des Teams, das den Prozeß des neuen Denkens im Regionalrat Samarien leitet, sagte daß Yesha unter anderem mittels unpolitischer Anker, wie der organischen Landwirtschaft, verschiedenen Initiativen, oder Körper – Seele - Workshops vermarktet werden müsse, „ und noch anderen Qualitätsprodukten, die bis heute nicht vermarktet worden sind.“ Dr. Davidowitz, die an der Spitze der Mannschaft stand, welche das Programm „Zeit Samariens – Strategie des Wachstums“ vorbereitete, sagte: „Es gibt keinen Zwang, Menschen zum Wohnen hierherzubringen. Es reicht, daß es hier eine gewaltige Konzentration von attraktiven Dingen im Bereich der Erziehung, der Kultur, der Gesundheit, der Landwirtschaft und organischen Produktion, in der Weinkellerei, der Käseherstellung und noch tausendundeins anderen Dingen gibt; Dingen, die bei richtiger Vermarktung erreichbar und anziehend werden – um ein Verhältnis zu diesen Orten zu schaffen.

An diesem Studientag wurden die Ergebnisse einer Umfrage veröffentlicht, die das Institut „Maagar Mochot“ für den Regionalrat Samarien unter der Bevölkerung des Verwaltungskreises erstellt hat. Die Umfrage wurde nach dem Abzug aus Gush Katif und den fünf Siedlungen in Nordsamarien und vor dem Krieg im Norden erstellt, zu einer Zeit, da der weitere Abzug aus einem Großteil Samariens noch zur Debatte stand. Die Bewohner wurden bezüglich der gewünschten Handlungslinie angesichts der politischen Pläne von Premierminister Ehud Olmert gefragt. 77% rieten zu drei parallelen Aktionen: Fortsetzung des Baus und Stärkung der Siedlungen, Aufklärung und Überzeugungarbeit vor der israelischen Gesellschaft und gewaltfreie Auseinandersetzung. Eine kleine Minderheit (6%) sagte, daß die generelle und richtige Handlungsweise von jetzt ab und weiter angesichts der politischen Pläne auch Gewalt beinhalten müßte, falls es keinen anderen Ausweg gäbe. Etwa ein Zehntel der Befragten in der Gav Hahar Region (12%) und in der Region außerhalb der Grenze um Ariel (11%) vertraten diese Meinung.
Ein anderes Ergebnis der Umfrage zeigte eine große Identifikation mit der staatlichen Einstellung, welche nicht die Abtrennung vom Staat Israel infolge des Abzugs befürwortet. 79% der Befragten (innerhalb der Grenze um Ariel und seine Ausläufer 84%, außerhalb der Grenze 86% und westlich der Grenze 82%) identifizieren sich mit der staatlichen Einstellung, nach welcher Israel unter allen Bedingungen das nationale Heim des jüdischen Volkes ist, 68% der Menschen aus den isolierten Siedlungen und der Gav Hahar („Bergrücken“) – Region (56%) identifizieren sich mit dieser Auffassung. Auch das Sicherheitsgefühl der Siedler ist hoch – 84%, obwohl das Sicherheitsgefühl auf dem Wege zur Arbeit geringer ist – 69%.


Tishrei 5767 / October 2006
Siedler glücklicher und leben länger .
/ Nadav Shragai, Haaretz 16.10.

Siedler glücklicher und leben länger
Die Lebenserwartung der Siedler in Judäa und Samarien ist die höchste in der gesamten israelischen Bevölkerung – 80,6 Jahre gegenüber dem Landesdurchschnitt von 78,9 Jahren. So verrät die neue Jahresstatistik von 2005 von Judäa und Samarien unter Auswertung von Professor Dan Suan und Dr. Michael Schafer, die jüngstens vom Akademischen College Judäas und Samariens veröffentlicht wurde. Die Angaben stützen sich auf die Daten des Zentralbüros für Statistik.
Die Fruchtbarkeitsrate der Frauen der Region von Judäa und Samarien zählt zu den höchsten des Landes: 4,4 Nachkommen bei jeder Frau im Vergleich zum Landesdurchschnitt von 2,8 Nachkommen bei jeder Frau. Die jährliche Sterberate der Bewohner Judäas und Samariens gehört zu den niedrigsten in Israel – 4,2 Sterbefälle je tausend Einwohner im Vergleich zum Jahresmittel des Landes von 5,2. Auch das Bild der Krankenhauseinweisungen ist das beste von allen Regionen: 68,8 je tausend Seelen gegenüber 143,4 im Landesdurchschnitt. Die Abstufung der lokalen Führungen nach Gruppierungen des Zentralbüros für Statistik lehrt, daß die Rate der Siedlungen Judäas und Samariens, die in die drei hohen Gruppierungen eingeschlossen sind, um vieles größer ist als der Landesdurchschnitt, hingegen die Rate in den drei niedrigen Gruppierungen um vieles niedriger als der Landesdurchschnitt.

59% der Siedler geben an, ihre Ausgaben decken zu können, gegenüber 52,4% der übrigen Israelis. 92,7% der Siedler sind mit ihrem Leben zufrieden, gegenüber 82% im Landesdurchschnitt. Die Arbeitslosenrate in Judäa und Samarien gehört zu den niedrigen – 8,4% gegenüber 10,4% im Landesdurchschnitt.
Der Prozentsatz der Abiturberechtigten im jüdischen Bevölkerungsanteil unter den 17- jährigen ist in Judäa und Samarien am höchsten, und er bewegt sich in den letzten neun Jahren zwischen 53% und 57%, gegenüber dem Landesdurchschnitt von ca. 48%. Die Bevölkerung von Judäa und Samarien bemißt sich heutzutage auf ca. 260 tausend Seelen, und sie stellt 3,6% der Bevölkerung Israels. Das jährliche Wachstum ist unter den Israelis bei den Siedlern am höchsten: 5,2% gegenüber 1,8% im Landesdurchschnitt – ein Wachstum, 2,9 mal höher als das durchschnittliche nationale Wachstum – keine andere Region Israels kommt dieser Wachstumsgeschwindigkeit nahe. In Jerusalem ist das jährliche Wachstum 2,4%, im zentralen Teil 2,3%, in der Südregion 1,7%, im Nordteil 1,6%, in der Region Tel Aviv 1,1%, im Gebiet Haifa 0,7%. Die drei Regionalverwaltungen der Westbank, deren Wachstum am größten ist, sind: Gush Etzion – 6,3%, Samarien – 4% und Mate Binyamin – 3,8%.
68 von 140 Siedlungen der Westbank sind gemeindebasierte Siedlungen, welche 56,2% der Gesamtheit der israelischen gemeindebasierten Siedlungen stellen (121).
Die Bevölkerung von Judäa und Samarien gehört zu den jüngsten Bevölkerungen.

Das Altersmedium ist 20,7 gegenüber 28,1 im übrigen Israel. 0 – 19 Jährige in Judäa und Samarien stellen 44,8% der Bevölkerung, wohingegen in der Gesamtheit Israels der Durchschnitt dieser Altersgruppe bei 36,9% liegt. Die Anzahl der 55 Jährigen und darüber in der Westbank gehört zu den niedrigsten – 10,2% gegenüber 17,2%. Sehr wenige Neueinwanderer wenden sich den Siedlungen zu. Bis 2001 nahm das Gebiet 15700 Neueinwanderer auf: 1,9% der gesamten Immigration. Drei Siedlungen bilden eine Ausnahme: 40% der Bevölkerung Ariels sind Immigranten; 14,1% von den Menschen Kiryat Arbas; 12,8% von den Menschen Maale Adumims.


Im Bild: Zvi Shevach, Repräsentant des Fonds, mit Malcolm Hedding,
Oberhaupt der Internationalen Christlichen Botschaft in Jerusalem, am Stand des Fonds in Jerusalem

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